Die neueste Generation der Apple-Prozessoren sorgt für Aufsehen in der Tech-Welt. Mit dem MacBook Pro 14 präsentiert der kalifornische Konzern seinen brandneuen M5-Chip, der in ersten Tests beeindruckende Leistungswerte liefert. Während das Gehäuse optisch unverändert bleibt, steckt unter der Haube eine deutlich verbesserte Recheneinheit, die besonders im Vergleich zur Intel-Konkurrenz außergewöhnliche Ergebnisse erzielt.
Performance-Monster mit 10 Kernen gegen 24-Kerne-Konkurrenz
Die Benchmark-Ergebnisse im Geekbench zeichnen ein eindeutiges Bild : Apples neuer Prozessor demonstriert seine Überlegenheit in nahezu allen Disziplinen. Im Single-Core-Test erreicht der M5 eine Punktzahl von 4301, was einem Leistungszuwachs von 15 Prozent gegenüber dem Vorgängermodell entspricht. Der Intel Core 9 Ultra 275HX, der in zahlreichen Premium-Laptops verbaut wird, kommt lediglich auf 2593 Punkte – ein Rückstand von beachtlichen 66 Prozent.
Noch bemerkenswerter wird diese Dominanz, wenn man die Kernanzahl berücksichtigt. Der Intel-Chip verfügt über 24 Kerne, während Apples Lösung mit nur 10 Kernen auskommt. Trotz dieser vermeintlichen Unterlegenheit in der Hardware-Ausstattung schlägt der M5 im Multi-Core-Test mit 18072 Punkten den Intel-Prozessor, der es nur auf 13435 Punkte bringt. Diese Effizienz der ARM-Architektur zeigt sich besonders deutlich bei der Leistung pro Kern.
Die Taktfrequenzen der verglichenen Prozessoren verdeutlichen zusätzlich die unterschiedlichen Ansätze : Der M5 erreicht bis zu 4,61 GHz, der M4 Pro bis zu 4,51 GHz und das ältere M4-Modell bis zu 4,46 GHz. Intel setzt beim Core Ultra 9 275HX auf höhere Taktraten von bis zu 5,4 GHz, kann aber dennoch nicht mithalten. Dies unterstreicht, dass rohe Geschwindigkeit allein nicht mehr den Ausschlag gibt.
| Prozessor | Geekbench Single-Core | Geekbench Multi-Core | Cinebench Single-Core |
|---|---|---|---|
| Apple M5 | 4301 | 18072 | 199 |
| Apple M4 | 3747 | 14978 | 174 |
| Intel Core 9 Ultra 275HX | 2593 | 13435 | 106 |
Grafikleistung mit deutlichem Sprung nach vorn
Die integrierte GPU des M5 mit ihren 10 Kernen liefert ebenfalls bemerkenswerte Fortschritte. Im Vergleich zur Vorgängergeneration steigert Apple die Grafikleistung um 29 Prozent. Der M5 erreicht im Geekbench GPU-Test 48935 Punkte, während das M4-Modell bei 37898 Punkten stehen bleibt. Diese Verbesserung zeigt sich besonders bei grafikintensiven Anwendungen und modernen Workflows.
Allerdings bleibt eine dedizierte Nvidia RTX 4060 mit 140 Watt weiterhin außer Reichweite. Die diskrete Grafikkarte erreicht 98093 Punkte und demonstriert damit die Grenzen integrierter Lösungen. Der M4 Pro mit seinen 20 GPU-Kernen kommt mit 70911 Punkten schon deutlich näher an diesen Wert heran. Für die erwartete M5 Pro Version mit entsprechend mehr GPU-Kernen dürfte dieser Meilenstein jedoch erreichbar sein.
Im Cinebench 2024 bestätigt sich die Tendenz der anderen Benchmarks. Mit 199 Punkten im Single-Core-Test übertrifft der M5 sowohl den M4 Pro (171 Punkte) als auch das reguläre M4-Modell (174 Punkte) um 16 Prozent. Der Intel-Prozessor erreicht hier nur 106 Punkte und fällt damit dramatisch zurück. Im Multi-Core-Bereich liegt der M5 mit 1173 Punkten deutlich vor dem Intel-Chip mit 960 Punkten.
Technische Spezifikationen und Fertigungstechnologie
Apple setzt beim M5 weiterhin auf eine Strukturbreite von 3 Nanometern, was für eine hohe Energieeffizienz sorgt. Allerdings hält sich das Unternehmen traditionell mit detaillierten technischen Angaben zurück, insbesondere zur TDP. Branchenkenner gehen davon aus, dass die Thermal Design Power im Vergleich zum Vorgänger nochmals reduziert wurde, was längere Akkulaufzeiten und leiseren Betrieb ermöglicht.
Die wichtigsten technischen Merkmale des Basismodells umfassen :
- 10 Prozessorkerne mit bis zu 4,61 GHz Taktfrequenz
- 10 GPU-Kerne für Grafikberechnungen
- Moderne 3-nm-Fertigungstechnologie für optimale Effizienz
- Verbesserte Neural Engine für KI-Anwendungen
Höhere Ausbaustufen wie ein M5 Pro oder M5 Max wurden bislang noch nicht offiziell angekündigt. Aufgrund der bisherigen Produktstrategie von Apple ist jedoch davon auszugehen, dass zumindest eine Pro-Variante folgen wird. Diese würde voraussichtlich über mehr CPU- und GPU-Kerne sowie einen erweiterten Arbeitsspeicher verfügen.
Lohnt sich der Wechsel vom Vorgängermodell ?
Für Besitzer eines MacBook mit M4-Chip stellt sich die Frage nach dem Upgrade. Die Leistungssteigerung von 15 bis 21 Prozent ist zwar messbar, aber nicht so dramatisch, dass ein sofortiger Austausch zwingend notwendig wäre. Am ehesten rechtfertigt die um 30 Prozent verbesserte GPU-Performance einen Wechsel, besonders für Anwender, die grafikintensive Aufgaben bewältigen müssen.
Wer bereits ein MacBook Pro mit M4 Pro besitzt, sollte vom Upgrade absehen. Der M4 Pro mit seinen 14 Kernen erreicht im Multi-Core-Test 22318 Punkte und liegt damit deutlich vor dem M5. Zudem bietet die Variante mit 20 GPU-Kernen eine überlegene Grafikleistung. Ein Wechsel macht hier wirtschaftlich keinen Sinn, zumal die Investition in die höhere Ausbaustufe bereits getätigt wurde.
Die ersten Tests zeigen eindrucksvoll, wie Apple die Grenzen der Prozessorleistung verschiebt. Während Intel mit seinen aktuellen Modellen deutlich zurückfällt, setzt der kalifornische Konzern neue Maßstäbe für Effizienz und Performance. Die Kombination aus geringer Kernanzahl und maximaler Rechenleistung demonstriert die Stärken der ARM-Architektur eindrucksvoll.












