24. April 2024
Zockerpuls - CyberGhost- Wir haben den VPN-Dienst ausgiebig getestet
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CyberGhost: Wir haben den VPN-Dienst ausgiebig getestet

Das Internet ist ein gefährlicher Ort. Überall lauern Gefahren. Fiese Hacker, Betrüger und Kriminelle wollen einen ausspähen. Wäre es daher nicht schön, wenn man einfach einen Knopf drücken könnte und wie von Zauberhand geschützt wäre? Genau das verspricht CyberGhost. Ein VPN-Anbieter mit Sitz in Rumänien. Der Betreiber war so freundlich und hat unserer Redaktion Test-Zugänge für eine Review gewährt und wir wollen euch zeigen, wie unser Eindruck bisher war.

Vorab sollte man wissen, dass man so einen VPN-Dienst wie CyberGhost im Wesentlichen für drei Dinge einsetzen kann. Zum einen für eine erhöhte Sicherheit, dann für eine gesteigerte Anonymität und zum anderen, um etwaige Einschränkungen zu umgehen, die mit der tatsächlichen IP eines Nutzers einher gehen können. So lässt sich mittels VPN das sogenannte Geoblocking aushebeln, was insbesondere interessant ist, wenn man auf Inhalte zugreifen möchte, die in Deutschland noch nicht verfügbar sind oder in anderen Ländern einfach deutlich günstiger sind als hier, aber mehr dazu später.

Hier wird Anonymität groß geschrieben.

Das Onboarding bei CyberGhost läuft ganz easy. Man geht einfach auf auf die offizielle Webseite und merkt hier bereits, dass die Anonymität gewahrt wird, da lediglich eine E-Mail-Adresse und ein Passwort benötigt wird, um sich kostenlos zu registrieren. Man muss also noch nicht einmal seinen echten Namen, den Geburtstag oder gar seine postalische Adresse preisgeben. Selbst ein Bestätigung der E-Mail-Adresse gibt es nicht. Das heißt, man könnte CyberGhost sogar mit einer nicht existierenden E-Mail-Adresse nutzen, sofern man sich sein Passwort merkt, da man verständlicherweise eine echte E-Mail-Adresse hinterlegen sollte, falls man zu einem späteren Zeitpunkt die Passwort-Wiederherstellung in Anspruch nehmen möchte.

Ein CyberGhost-Abo lässt sich anonym kaufen!

Ein Screenshot der angebotenen Zahlungsarten

Erst beim Kauf eines Abos werden gegebenenfalls vom gewählten Zahlungsanbieter notwendige Daten erhoben, wobei man auch hier Mittel und Wege nutzen kann, um möglichst anonym zu bleiben. So kann mann beispielsweise mit Bitcoins bezahlen oder auch einen Cyberghost Key in einer Box im stationären Handel mit Bargeld erwerben kann, um regelrecht zum unsichtbaren „Ghostie“ zu werden, wie der Betreiber seine Nutzer liebevoll nennt.

Den 25-stelligen Schlüssel, den man im Handel oder über eine andere Webseite wie zum Beispiel auf Amazon digital gekauft hat, kann man einfach in der Übersicht einlösen.

Preislich empfiehlt sich übrigens der 2-Jahres Deal, da man so runtergerechnet nur 2,19 Euro pro Monat bezahlt und 2 Monate zusätzlich erhält. Auch kann man innerhalb von 45 Tagen sein Geld zurückverlangen, wenn man nicht zufrieden ist, ohne irgendwelche Fragen beantworten zu müssen. Es gibt also keinerlei Risiko. Wen man bedenkt, dass man einen CyberGhost VPN-Zugang mit bis zu 7 Geräten gleichzeitig nutzen kann, ist das ein wahres Schnäppchen. Man kann den Dienst also auch problemlos mit weiteren Freunden teilen.

CyberGhost Preise

Beim ersten Einloggen im Browser wird einem nach der Begrüßung noch in einem kleinen Rundgang erklärt, wo man was findet, wobei der Dienst ziemlich selbsterklärend ist. Oben rechts die Kontoverwaltung. links das Download-Center und die Geräteverwaltung.

Bemerkenswert ist auch, dass CyberGhost auf eine No Logs Policy setzt. Das heißt, dass CyberGhost keine Daten über die Aktivitäten der Nutzer speichert und die Ghosties auch nicht orten kann. Dies behauptet der VPN-Betreiber nicht nur einfach, sondern das unabhängige Beratungsunternehmen Deloitte hat dies im Rahmen eines Audit-Verfahrens bestätigt. Um weitere Transparenz zur Arbeitsweise von CyberGhost zu schaffen, gibt es außerdem ein Programm, in dem man für das Finden von Bugs 75 – 1.250 Dollar als Belohnung bekommen kann.

Wo kann man CyberGhost VPN einsetzen?

Wenn man ein VPN-Abo abgeschlossen hat, braucht man natürlich auch einen passendenVPN-Client , um die Verbindung herzustellen und seine ursprüngliche IP zu verschleiern. Im Download-Center findet man dazu einen Anwendung für nahezu jedes erdenkliche Gerät. Sei es am Desktop, für Mobile, als Browser-Erweiterung, für Smart TVs, Android-basierte Streaming-Boxen und Sticks. Auch auf Konsolen und direkt im Router lässt sich CyberGhost mit der richtigen Konfiguration nutzen.

Zockerpuls - CyberGhost VPN Download-Center

In unserem Test konnten wir die Apps für Windows, Mac, iPhone, iPad, Android-Smartphone und auf einem Amazon Fire TV 4K Max ausprobieren. Selbstverständlich sind die Apps an sich kostenlos. Lediglich ein aktives Abo wird benötigt. Praktisch ist auch, dass man beim Login am Smart TV oder auf einem Fire TV einfach einen Code mit dem Handy scannen kann, um den Login zu erleichtern.

CyberGhost VPN für iOS im AppStore
CyberGhost VPN für iOS im AppStore

Hier sieht man beispielsweise die Installation von CyberGhost VPN auf einem Mac. Danach hat oben in der Systemleiste ein kleines CyberGhost-Symbol, das man anklicken kann, um eine VPN-Verbindung herzustellen. Bei den meisten Systemen muss man noch eine Berechtigung freigeben, da VPN logischerweise die Netzwerkaktiven eines Nutzers überwachen kann.

Gleiches gilt auch auf einem Amazon Fire TV.

Die Verwendung ist dabei letztlich auf allen Plattformen sehr ähnlich. Man startet die App, wählt aus mit welchem Server in welchem Land CyberGhost verbinden soll und drückt den großen Power-Knopf, der dann gelb wird. Nach einem kurzen Moment sieht man außerdem seine neue IP und kann sich durch das Internet bewegen als wäre man an diesem Ort.

Zockerpuls - CyberGhost VPN - Länderauswahl

Neben Servern in ausgewählten Ländern gibt es zusätzlich auch noch optimierte Server für bestimmte Anwendungsfälle oder Geräte. So gibt es Server, die mit ihrer Konfiguration explizit für Streaming via Netflix, Disyney+, DAZN oder auch für FireSticks und Android TV-Geräte oder für Online Gaming oder Filesharing über Torrents ausgelegt sind. Wohlgemerkt bekommt man die speziellen Server für Gaming Torrenting und auch die besonders sicheren NoSpy-Server bisher allerdings exklusiv im Windows Client angezeigt.

Zockerpuls - CyberGhost VPN - For Gaming Server

Beispielsweise kann man sich am Computer oder an einem Fire TV mit einem US-Server via CyberGhost VPN verbinden und im Browser Netflix aufrufen, um auf Filme und Serie zuzugreifen, die einem deutschen Netflix noch nicht geboten werden. (Vorausgesetzt man hat ein aktives Netflix-Abo) So konnten wir zum Beispiel Uncharted jetzt schon über Netflix schauen. Wohlgemerkt ohne deutsche Tonspur. Dieser Film ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Review noch nicht im deutschen Netflix verfügbar.

© Netflix / Sony Pictures / Columbia Pictures / PlayStation Productions / Atlas Entertainment

Andere Anwendungsfälle wären übrigens günstige Abos in anderen Ländern. So kann man zum Beispiel über eine VPN-Verbindung in der Türkei oder Indien sehr günstig Spotify Premium, Youtube Premium und weitere Abos erwerben. Auch kann man CyberGhost VPN nutzen, um früher an Inhalte ranzukommen. So konnte man zeitweise via VPN-Tunnel in die Niederlande, in die Schweiz oder Österreich Dead Island 2 spielen. Mehr dazu hier.

Wie wirkt sich CyberGhost auf die Performance aus?

Die Ergebnisse können je nach Server-Standort recht unterschiedlich sein, wobei CyberGhost seine Server mit 10 Gbps Netzwerkkarten aufgerüstet hat und weitere Standort hinzufügt werde. Eine genaue Karte mit allen Server-Standorten in derzeit über 90 Ländern an 115 verschieden Orten kann man hier einsehen. In den Messwerten bei unseren Tests mussten wir mit CyberGhost VPN im High Performance-Bereich zwar Abstriche beim Download verzeichnen, aber der Upload wurde kaum verringert und es gab beim Streamen von geogeblockten Filmen und Serien selbst in UHD keinerlei Ruckler. Der Ping ist wurde zwar auch etwas höher, aber insbesondere wenn man nahe Gaming-orientierte VPN-Standorte in Europa zum Verbinden auswählt, ist die Latenz immer noch sehr gut. Wichtig ist dabei wie gesagt einen Gaming-Server auszuwählen, da diese entsprechend konfiguriert sind. In der Serverauswahl, kann man dabei auch schon den zu erwartenden Ping sehen.

So wurden aus einem nativen Ping mit 4 ms über einen Gaming-Server in Hamburg 12 ms und über französischen Gaming-Server erzielten wir immer noch 15 ms, was problemlos Online Gaming und Cloud Gaming ermöglicht, da die meisten Dienste einen Ping unter 20 ms empfehlen.

Zockerpuls - CyberGhost VPN Speedvergleich - Ohne, mit in Deutschlan und Frankreich
Links ohne VPN, in der Mitte mit CyberGhost VPN in Deutschland und rechts in Frankreich.

Wenn man einen Server auswählt der sehr weit weg ist und nicht für Gaming optimiert ist, kann der Ping natürlich über 100 steigen.

Auf Mobilgeräten über LTE hingegen ist der Upload bei unserem Test sogar besser geworden, wie man hier in unserem Speedtest sehen kann. Am besten probiert man daher CyberGhost einfach mal aus, um zu testen, ob die eigene Leitung für den Anwendungsfall über VPN gut läuft.

Zockerpuls - CyberGhost VPN LTE Vergleich
Links LTE ohne VPN, rechts LTE mit CyberGhost VPN im Vergleich.

Weiterhin ist CyberGhost auch super, um sensible Daten wie zum Online Banking in öffentlichen WLAN-Hotspots oder durchzuführen, da man so sicher sein kann, dass man nicht ausspioniert wird.

Ein cooles Extra-Feature bietet CyberGhost einen standardmäßig aktivierten Kill-Switch. Das heißt, dass CyberGhost erkennt, wenn der VPN-Tunnel unterbrochen wird. Die Internet-Verbindung wird daraufhin automatisch gekappt, damit keinerlei Daten ungeschützt übermittelt werden und von Dritten ausgelesen werden können.

Es besteht außerdem die Option sich gegen eine kleine zusätzliche Gebühr auch eine feste IP im Ausland zu sichern. Zur Auswahl stehen dabei derzeit Server in Australien, Kanada, Schweiz, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Holland, Singapur und den USA.

Als kleinen Bonus bietet CyberGhost VPN weiterhin einen eigenen Chromium-basierten „Private Browser“, der besonders für anonymes Surfen geeignet ist. Auch kann man sich für FireFox und Chrome Extensions den CyberGhost Cookie Cleaner laden, der die Spuren deines Internetverlaufs auf deinem Computer löscht. Als wäre das nicht alle schon genug, kann man sich vom Identity Guard automatisch alarmieren lassen, wenn die E-Mail-Adresse des Nutzers in einem Datenleck auftaucht, damit man schnell sein Passwort ändert.

Außerdem kann man in den Privatsphären-Einstellung von CyberGhost VPN bequemen domains blockieren, um beispielsweise Werbung zu unterbinden.

Fazit

Alles in allem ist CyberGhost recht praktisch, auf allen Geräten verfügbar, ziemlich günstig und bietet sehr viele Extras. Wir können daher empfehlen CyberGhost VPN für die genannten Fälle risikofrei auszuprobieren. Wenn man übrigens Freunde wirbt, die dann ebenfalls ein CyberGhost VPN-Abo abschließen, bekommt man als Belohnung 30 Tage kostenlos geschenkt. Mehr dazu hier. Außerdem erhaltet ihr über unseren Link beim Abschluss eines 2-Jahres-Vertrages ganz 3 Monate kostenlos dazu, ihr bezahlt dann lediglich 2,11 € pro Monat.

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