1. Dezember 2022
Zockerpuls - Mad Streets Review- Witziges 4-Spieler-Gekloppe auf Stadia
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Mad Streets Review: Witziges 4-Spieler-Gekloppe auf Stadia

Im Sommer vergangenen Jahres erschien der physikbasierte Multiplayer-Prügler Mad Streets zunächst auf Xbox One. Am 15. März diesen Jahres folgte zeitgleich mit dem PC-Release auf Steam auch die Stadia-Fassung von Mad Streets inklusive Crossplay-Funktionalität zwischen allen Plattformen, was das Matchmaking im Online-Modus zumindest theoretisch erleichtern sollte, wobei Mad Streets wohl am meisten Laune macht, wenn man es mit Freunden oder gar lokal auf einer Couch gemeinsam auf einem Bildschirm spielt. Wir selbst erhielten nun dank eines Review-Codes von Stadia die Möglichkeit Mad Streets auszuprobieren und möchten unseren Eindruck mit euch teilen.

Die „Handlung“ des Spiels dreht sich dabei um 4 Cliquen an der Gutfords University, die sich aus verschiedenen Gründen in die Haare bekommen. Da wären zunächst die Türsteher, die Sportler, die reichen Schnösel und die Punks.

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Jedes Team besteht dabei aus 4 verschiedenen Charakteren. Dazu kommen aber auch noch ein paar unabhängige Figuren und 2 freischaltbare Kämpfer, was insgesamt für eine Auswahl von bis zu 21 Kämpfer sorgt, wovon jeder etwas andere Moves auf Lager hat.

Apropos Moves. Die ulkige Steuerung in Mad Streets ist dabei in Kombination mit der Physik das Herz des Spiels. Man kann es sowohl mit Tastatur/Maus als auch mit einem Controller spielen, wobei wegen des teils hektischen Gameplays definitiv ein Controller zu empfehlen ist.

Mit dem linken Stick lässt sich der Kämpfer bewegen. Die Schläge bzw. Tritte lassen sich dabei mit A,B,X und Y ausführen, wobei man jeweils linke oder rechte Körper- oder Kopftreffer landen kann. Je nach Charakter kann man bestimmte Schläge durch Gedrückthalten auch aufladen, um sie verstärken, was taktische Tiefe in die Kämpfe bringt. Einfache Kombos aus zwei Schlägen gibt es ebenfalls.

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Mit L1 und einer Bewegung in die richtige Richtung kann man korrekt getimed Schlägen ausweichen, um danach einen kritische Konter zu landen, der den Gegner wegkatapultiert. Mit R1 kann, sofern man seinen Mad-Balken genug aufgeladen hat einen fetten Special Move ausführen.

Mit L2 kann man mit der linken Hand und mit R2 mit der rechten Hand etwas aufheben wie zum Beispiel Gegenstände zum Schlagen, Werfen oder auch zum Essen, um wieder Energie zu bekommen. Man kann aber auch Gegner festhalten oder herumschleudern, sofern sie dizzy sind.

Mit dem rechten Stick kann man außerdem hohe oder auch tiefe Schläge blocken. Ingesamt ist die Steuerung leicht zu erlernen, was das Spiel einsteigerfreundlich macht. Gleichzeitig hat Mad Streets eine gewisse Tiefe, was im Kampf gegen ehrgeizige Mitspieler für herausfordernde Prügeleien sorgen kann. Die Steuerung bekommt nicht nur in Form eines Tutorials erklärt, sondern man kann sie auch in aller Ruhe im Trainigsmodus einüben.

Vom Hauptmenü aus kann man auswählen, ob man lokal kämpfen möchte oder online gegen Spieler aus aller Welt antreten will, wobei man zwischen verschiedenen Serverregionen auswählen kann. Trotz Crossplay mit PC und Xbox konnten wir allerdings leider nur wenige Spieler online finden. Wir empfehlen Mad Streets daher nachdrücklich als lokalen Multiplayer oder als Online-Multiplayer mit Freunden, die ebenfalls ebenfalls das Spiel besitzen. Für Online-Kämpfe gegen Fremde können wir es nicht empfehlen. Ansonsten gibt es selbstverständlich auch Bots.

Lokal gibt es den Mad Rush-Modus, der sozusagen die Kampagne darstellt, bei der man sich für die Storyline einer der vier Cliquen entscheiden muss, was sich eignet um erstmals die Charaktere, die Orte und die Spielmechanik kennenzulernen. Auch kann man hier weitere Charaktere und Locations freischalten. Dabei kann kann mit bis zu 4 Spielern im Team die Level absolvieren, wobei man trotz kooperativer Prügelei punktetechnisch im Wettbewerb zueinander steht.

Im „Rumpeln“-Modus kann man zwischen verschiedenen Leveln wählen, die teils recht unterschiedliche Spielweisen haben. Mal muss man einfach gegeneinander kämpfen. Mal kann man nur mit Special-Moves zuschlagen. Mal laufen die Kämpfe in Zeitlupe. Mal muss man sich mit Bällen wie beim Völkerball abwerfen. Mal darf man nicht runterfallen. Für jeden ist etwas dabei.

Besonders spaßig fanden wir jedoch den „Ein Schlag“-Modus, in dem jeder Treffer ein Sieg ist und man in Turnieren gegeneinander antreten kann. Im Gegensatz zu den chaotischen 4-Spieler-Matches geht es hierbei in 1 gegen 1-Kämpfe sehr strategisch zu.

Im Horden-Modus muss man so viele Wellen wie möglich überleben und versuchen einen Hi-Score aufzustellen, was je nach Location gar nicht so einfach ist, da man nicht nur Gegner weghauen muss, sondern auch darauf achten muss nicht herunterzufallen.

Und dann gibt es noch den Free Play-Modus, in dem man beliebig aus sämtlichen Varianten und Einstellungen und Orten Kombinationen aussuchen kann, um sich sozusagen seinen eigenen Modus zu erschaffen, was noch mehr Abwechslung ins Spiel bringen kann.

Interessant ist außerdem auch, dass man in den Einstellungen, die Geschwindigkeit des Spielgeschehens beliebig einstellen kann und das Spiel nicht nur beschleunigt, sondern auch in permanenter Zeitlupe spielen kann. Weiterhin hat man in den Einstellungen der Stadia-Fassung auch die Auswahl zwischen zwei Performance-Modi. Einmal ein Framerate-Modus und ein Grafik-Modus, wobei wir wegen dem schnellen Spielgeschehen eher die höheren FPS für ein flüssiges Gameplay bevorzugen.

Übrigens kann man in den Einstellungen auch die Spielsprache auf Deutsch wechseln, wobei die Übersetzungen teils schon sehr gewöhnungsbedürftig sind, da die Entwickler wohl aus Kostengründen eine automatische Übersetzung eingesetzt haben und manche Elemente auch einfach gar nicht übersetzt wurden. Dies ändert aber nichts am Spielspaß und lässt sich daher verkraften, denn niemand spielt Mad Streets um die Texte zu lesen, sondern um sich gegenseitig umzuhauen.

Alles in allem können wir Mad Streets definitiv als kurzlebiges und lokales Partyspiel für bis zu 4-Spieler empfehlen.

Mad Streets ist derzeit regulär für 14,99 Euro im Stadia Store erhältlich und diesen Preis durchaus wert.

Falls jemand gegen uns antreten möchten, könnt ihr gerne elsoufiano#7031 oder auch GamerDad#4110 auf Stadia hinzufügen.

Für weitere nice Couch-Koop-Spiele empfehlen wir weiterhin einen Blick in diesen Artikel.

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