4. Dezember 2022
Zockerpuls - FIFA 22- So läuft Crossplay zwischen Stadia, PS5 und Xbox Series X|S
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FIFA 22: So läuft Crossplay zwischen Stadia, PS5 und Xbox Series X|S

Lange Zeit war es ein Wunschtraum vieler Gamer, dass EA Sports plattformüberreife Partien für FIFA ermöglicht und es somit nicht mehr nötig wäre, sich vorab mit seinen Freunden auf eine Konsole einigen zu müssen. So konnten nämlich in der Vergangenheit FIFA-Spieler stets nur gegen andere Spieler auf der gleichen Plattform antreten. Dies hat sich inzwischen jedoch erstmals geändert und dank eines uns von Stadia freundlicherweise zur Verfügung gestellten Review-Codes, konnten wir das brandneue Crossplay-Feature unter die Lupe nehmen und unsere Eindrücke mit euch teilen.

Last-Gen oder Next-Gen?

Zockerpuls - FIFA 22 auf Stadia- Wann kommt das Spiel in die Cloud

Vorab sei gesagt, dass es sich bei der Stadia-Fassung von FIFA 22 um die „Next-Gen“-Version des Spiels handelt. Das heißt, dass einem auf Stadia die gleiche Fassung wie auf PlayStation 5 und Xbox Series X|S-Konsolen geboten wird. PC-Gamer oder gar PlayStation 4- oder Xbox One-Nutzer hingegen werden mit der Last-Gen-Fassung und erheblichen inhaltlichen Abstrichen abgespeist. Beispielsweise fehlt auf Last-Gen-Konsolen und dem PC der Einsatz der Hypermotion-Technologie, die für lebensechtere Animationen sorgen soll und neue Intro-Sequenzen fehlen samt der Einblendung von Meilensteinen ebenfalls. Neben den inhaltlichen Unterschieden, läuft die Next-Gen-Fasssung auch deutlich flüssiger und sieht besser aus als auf Last-Gen. Und so konnten wir im Test feststellen, dass FIFA 22 im Vergleich zur PlayStation 4-Fassung um Welten geschmeidiger läuft, was sich bereits im Menü spürbar bemerkbar macht.

Uns geht es aber an dieser Stelle gar nicht so sehr um eine allgemeine Review des Spiels an sich, da FIFA 22 schon einige Zeit draußen ist und es bereits reichlich Reviews und Vergleiche gibt, sondern wir möchten mit dem Hinweis kurz darlegen, dass EA den Cloud Gaming Dienst Stadia wie die PlayStation 5 und die Xbox Series X|S behandelt, was sich auch darin zeigt, dass der Crossplay-Test Stadia einschließt. PC-Gamer, PS4-Besitzer und Xbox One-Nutzer hingegen sind weiterhin von plattformübergreifendem Gameplay ausgeschlossen, was sich voraussichtlich wohl auch nicht ändern wird.

FIFA 22 lohnt sich besonders auf Stadia

Wer also Crossplay nutzen will, sollte sich keine Last-Gen-Version von FIFA holen, sondern einen Kauf auf Stadia in Betracht ziehen, wo es das Spiel übrigens wie wir zuvor berichtetet auch bisher am günstigsten gab und man natürlich auch die zahlreichen Vorteile von Cloud Gaming ausschöpfen kann. Beispielsweise spart man sich auf Stadia im Gegensatz zur PS5 oder Xbox Series X|S den Download und die Installation von 30 – 40 Gigabyte und muss sich auch keine Updates (wie zum Beispiel für den Crossplay-Test) herunterladen. Auch braucht man für FIFA 22 kein zwingendes Stadia Pro-Abo und kann ganz ohne laufende Kosten online zocken, während man dafür auf den anderen Plattformen ein Xbox Live Gold- oder PlayStation Plus-Abo benötigt. Und dann gibt es noch die Möglichkeit das Spiel via Familienfreigabe mit bis zu 6 Personen zu teilen. Ganz zu schweigen von der Flexibilität FIFA 22 via Stadia wahlweise am Computer, am Smartphone, am Tablet oder auch am Fernseher zocken zu können.

Wie läuft jetzt aber Crossplay auf Stadia?

Wie gesagt muss man als Stadia-Nutzer keinerlei Updates herunterladen, sondern bekommt automatisch die aktuellste Version des Spiel geboten. Man startet also einfach FIFA 22 und kann direkt Crossplay nutzen, was auch standardmäßig aktiviert ist.

Mit R2 auf dem Stadia-Controller klappt das Freunde-Menü hoch und dort könnte man mit X Crossplay deaktivieren, falls man warum auch immer nicht gegen Nutzer auf anderen Plattformen spielen will. Selbstverständlich kann man Crossplay im selben Menü auch jederzeit wieder aktivieren.

Unterstützt wird Crossplay zunächst allerdings nur in folgenden zwei Modi:

  • Online-Saisons
  • Online-Freundschaftsspiele

Wer diese Modi online gegen zufällige Gegner spielen will, kann einfach die Spielsuche starten und sich darüber freuen, dass dank standardmäßig aktiviertem Crossplay zwischen Stadia-, PS5- und Xbox Series X|S-Nutzer, die Spielersuche nur wenige Sekunden dauert und man ratzfatz auf dem Rasen steht und mit dem eigentlich Spiel beginnen kann.

Wer hingegen mit oder auch gegen einen Freund auf einer anderen unterstützten Plattform FIFA 22 spielen will, muss diesem vorher eine Freundschaftsanfrage schicken. Dafür muss man mit R2 auf dem Stadia-Controller das Freunde-Menü aufklappen und kann mit Y eine Suchmaske aufrufen um dort nach der ID eines Freundes zu suchen, der eine andere Plattform nutzt und kann diesem eine Freundschaftsanfrage schicken.

In den Suchergebnissen und auch im Spiel kann man erkennen, dass andere Spieler keine Stadia-Nutzer sind, wenn kein Stadia-Logo neben der ID des Spielers, sondern ein Bildschirm-Icon mit einem Controller angezeigt wird.

Ob jemand auf PlayStation 5 oder auf Xbox Series X|S spielt, lässt sich allerdings bisher nicht anhand des Icons unterscheiden. Wissenswert ist auch, das man das Icon während laufenden Partien für gewöhnlich nur sieht, wenn man jemand online eine Pause anfordert, sofern man nicht explizit in den Anzeige-Einstellungen des Online-Spiels die Anzeige der ID aktiviert hat, was wir in den obigen Screenshots getan haben.

Unser Fazit zu Crossplay in FIFA 22 auf Stadia:

Probleme beim Crossplay konnten wir nicht feststellen. Alles lief wie gewohnt flüssig. Was wir uns allerdings noch wünschen würden, wäre die Ausweitung von Crossplay auf weitere Modi. Insbesondere der FUT-Modus und im speziellen der Transfermarkt dürfte sich dafür anbieten, aber die Crossplay-Funktionalität in FIFA 22 ist seitens EA bisher auch lediglich als Test zu verstehen. Voraussichtlich dürfte dieses Feature im nächsten FIFA-Teil weiter ausgebaut werden. Auch wäre es interessant zu sehen, ob man nun gegen einen PS5- oder einen Xbox-Nutzer spielt, anstelle einfach nur ein allgemeines Crossplay-Zeichen angezeigt zu bekommen. Alles in allem ist die Einführung von Crossplay in FIFA 22 ein guter Anfang, der dazu beitragen dürfte den Konsolenkrieg zu befrieden und womöglich auch FIFA-Spieler mit guten Internet-Verbindungen zu Cloud Gamern zu machen, da es somit keinen zwingenden Grund mehr gibt an einer bestimmten Konsole festzuhalten und jeder mit jedem spielen kann.

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