Ukraine: So reagiert die Gaming-Branche auf Putins Krieg

Auch wenn Gaming für viele eine Ablenkung von der Realität ist, geht der Krieg in der Ukraine selbstverständlich nicht spurlos an Gamern weltweit vorbei. Die Reaktionen darauf sind dabei jedoch sehr unterschiedlich. Neben zahlreichen Solidaritätsaufrufen und Spendenaktionen privater Gamer und Content-Creatorn wie zum Beispiel bei unseren Kollegen vom Cloudplay-Podcast, bei dem wir in der letzten Episode zu Gast waren, wollen wir euch hier eine Übersicht der verschiedenen Reaktionen der größten Gaming-Konzerne bieten und diese einordnen.

Vorab sei allerdings gesagt, dass auch andere politische und wirtschaftlichen Sanktionen Einfluss auf die Entscheidungen der Gaming-Unternehmen haben. Allen voran der Ausschluss Russlands aus dem SWIFT-Abkommen, der Ausschluss bestimmter russischer Banken und der Geschäftsstopp verschiedener Zahlungsanbieter wie zum Beispiel PayPal. Dazu kommt der Verfall des Rubels, der Preise in russischen Stores wertlos macht.

Man sollte daher berücksichtigen, dass teils nicht nur die Solidarität gegenüber der Ukraine, sondern durchaus auch einfach wirtschaftliches Kalkül, Imagepflege oder technische Hindernisse eine Ursache sein können. Ebenso stellt sich bei manchen Unternehmen die Frage, warum zwar völlig zu recht Sanktionen gegen Russland ergriffen wurden, aber andere ebenfalls problematische Staaten nicht gleichermaßen boykottiert werden. Um uns aber nicht im Whataboutism zu verlieren, schauen wir uns die bisherigen Maßnahmen an, die insbesondere nach der Aufforderung des Ukrainischen Digitalministers Mychajlo Fedorow auf Twitter ergriffen wurden.

Alle aktuellen Maßnahmen aus der Gaming-Industrie für die Ukraine:

  • Beginnen wir mit dem Elefanten im Raum. Der Präsident von Microsoft Brad Smith äußerte sich in seinem Blog mit sehr klaren Worten und setzt sämtliche Verkäufe in Russland aus. Lediglich der Zugriff auf bereits gekaufte Dienste bleibt bestehen. Dazu kommt, dass Microsoft der Ukraine aktiv durch technischen Support und Schutz vor Cyberangriffen beisteht.
  • Xbox Games verkauft weiterhin keine Spiele mehr in Russland.
  • Sony hat ohne größere Ankündigungen Gran Turismo 7 aus dem russischen PlayStation Store entfernt. Es bleibt abzuwarten, ob noch weitere Schritte seitens Sony folgen.
  • Nintendo hat seinen russischen Store vorübergehend in den Wartungsmodus versetzt, weil keine Zahlungen mehr aus Russland abgewickelt können.
  • EA hat seine Inhalte aus dem russischen Origins-Store rausgenommen und arbeitet daran EA-Inhalte auch aus anderen Stores für russischer Nutzer zu entfernen. Darüber hinaus wurde symbolisch angekündigt alle russischen Teams aus FIFA 22 zu entfernen und in NHL zusätzlich auch das weissrussische Teams zu streichen.
  • Activision Blizzard – wie auch viele weitere Publisher, die inzwischen von Microsoft gekauft wurden – gab hier an ebenfalls den Verkauf von Inhalten in Russland einzustellen. Activision hat außerdem Spenden der Mitarbeiter um die Hälfte des Spendenbetrags aufgestockt.
  • Epic Games hat kürzlich auf Twitter bekanntgegeben den Handel mit Russischen Spieler zu stoppen. Der Zugriff auf Spiele und sonstige Dienste bleibt jedoch bestehen.
  • Auf Steam können russische Nutzer keine Transaktionen mehr vornehmen.
  • Rockstar Games hat ebenfalls den Verkauf in Russland eingestellt.
  • Das polnische Studio CD Projekt Red verkauft keine Spiele mehr in Russland und Belarus und spendete 1 Millionen Zloty an eine polnische Hilfsorganisation.
  • Techland (das Studio hinter Dying Light) spendete ebenfalls eine Millionen Zloty an eine polnische humanitäre Organisation gespendet.
  • Niantic und The Pokémon Company haben jeweils 200.000 $ an Hilfsorganisationen gespendet.
  • Ubisoft spendete ebenfalls 200.000 Euro an das ukrainische Rote Kreuz und Save the Children Außerdem wurden Mitarbeiter auch unterstützt, um die Ukraine zu verlassen und eine Hotline eingerichtet.
  • Bungie veranstaltete einen Gaming Charity-Event bei dem der Erlös zu 100 % an eine ukrainische Hilfsorganisation gespendet wurde
  • Die ESL hat sämtliche Teams mit Verbindungen zur russischen Regierung ausgeschlossen. Lediglich unter neutralem Namen, die weder Russland noch russische Sponsoren vertreten, dürften Spieler aus Russland antreten. Außerdem wurden sämtliche Events in der betroffenen Region abgesagt.
  • Wargaming, die Macher von World of Tanks, World Warships, World of Warplanes etc., spendete eine Millionen $ an das ukrainische Rote Kreuz.
  • 11 Bit Studios hat den Erlös des Antikriegsspiel This War of Mine vom 24. Februar bis zum 3. März an das ukrainische Rote Kreuz gespendet.
  • Die Embracer Group (ehemals THQ Nordic) spendete 1 Millionen $ an verschiedene Hilfsorganisationen
  • Der Spieleentwickler John Romero von idSoftware veröffentlichte ein neues Level für den Klassiker Doom 2, das man für 5 Euro kaufen kann. Der Erlös wird zu 100 % gespendet.

Gerne updaten wir diese Liste um weitere nennenswerte Einträge. Sollte deiner Meinung nach noch eine wichtige Maßnahme fehlen, kannst du sie uns gerne als Kommentar hinterlassen.

Geschrieben von: ZOCKERPULS

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