5. Februar 2023
Zockerpuls - Nein, Stadia wird weder geschlossen noch zu Google Stream
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Nein, Stadia wird weder geschlossen noch zu Google Stream

Schreckensmeldungen erreichten die Cloud Gaming-Szene als im Business Insider ein Bericht veröffentlicht wurde, laut dem Stadia bisher nicht die hohen Erwartungen von Google erfüllen konnte. So hieß es darin, dass Google sich mehr auf sogenanntes „White Labeling“ also Partnerschaften mit anderen Konzernen konzentrieren will, denen man, die in Stadia erprobte Technik, unter dem neuen Namen „Google Stream“ für ihre eigenen Dienste anbieten will, wie es beispielsweise schon mit Batman: Arkham Knight bei AT&T geschehen ist. Überhaupt soll Stadia, also Googles Verbrauchererlebnis für Cloud Gamer, laut Schätzungen eines ehemaligen Mitarbeiters, gerade mal 20 % des Fokus von Googles Gaming-Sparte ausmachen. Weiterhin hieß es darin, dass Google keine riesigen Investitionen mehr tätigen will, um große bekannte Spielemarken zu Stadia zu ziehen, wie es beispielsweise zum Launch des Dienstes gegenüber Rockstar Games bei Red Dead Redemption 2 oder bei Capcom mit Resident Evil 7 und Resident Evil: Village für mehr als 10 Millionen Dollar geschehen ist. Auch exklusive Spiele seien damit vom Tisch. An sich sind dies aber – abgesehen von der prozentuellen und wohlgemerkt grob geschätzten und Einordnung eines ehemaligen Mitarbeiters – alles ohnehin keine wirklichen Neuigkeiten, da diese Entwicklungen von Google im Rahmen der Schließung des eigenen Studios bereits mitgeteilt wurden und teils auch schon so umgesetzt wurden.

Dennoch hagelte es seitens einschlägiger „Gaming Journalisten“ etliche reisserische Artikel, in denen vom Ende von Stadia gesprochen wurde. Spieler müssten jetzt Angst um ihre Spiele haben, heißt es darin schwarzmalerisch, aber hey! Negative Schlagzeilen, werden halt eher angeklickt. Teils schrieben Seiten auch dass Stadia nun zu Google Stream wird, was ebenfalls Unsinn ist, da dies zwei verschiedene Dienste sind, die sich lediglich die Technologie dahinter teilen.

Verwirrung wegen Google Stream:

Stadia ist und bleibt die Plattform für Endbenutzer, während Google Stream hingegen an Unternehmen gerichtet ist, was wiederum eine zusätzliche Einnahmequelle für Google bietet. Dazu kommt noch, dass im Hinblick auf den dafür notwendigen Portierungsaufwand für Google Stream, auch nicht ausgeschlossen ist, dass Spiele nach White Label-Deals auch irgendwann direkt im Stadia Store landen könnten, wie wir es bei Batman: Arkham Knight prognostiziert haben.

Nach wie vor wohlauf und lebendig™

Tatsächlich geht Stadia nirgends hin. Stadia bleibt und wächst unaufhaltsam weiter. Es kommen nach und nach immer mehr Spiele in den Stadia Store und allein für dieses Jahr sind über 100 neue Games angekündigt. Wer ein Spiel gekauft hat, braucht sich also keine Sorgen darüber machen, ob er es in Zukunft auch noch spielen können wird, da Google in Anbetracht der bereits getätigten Investitionen und den Expandierungsbestrebungen in weiteren Ländern mit riesigen Cloud Gaming Potentialen und der Ausbau des Personals Stadia nicht in absehbarer Zeit fallen lassen wird. Gleichzeitig wächst die Anzahl der Spiele in Stadia Pro immer weiter an, was Abos für Stadia Pro immer attraktiver macht. Auch neue Feature-Updates werden erwartet, wie Stadia selbst auf Twitter mitteilte.

Allerdings ist nicht alles bei Stadia nur ein Missverständnis. So ist die fehlende Transparenz immer noch eine der größten Schwächen. Google muss klarer kommunizieren wohin es mit Stadia gehen soll, da sonst zu viel Raum für Spekulationen und Unsicherheiten geboten wird, wie man nach dem Business Insider-Artikel gemerkt hat. Im Grunde braucht es nur eine einzige verzerrte Schlagzeile mit etwas Reichweite und schon springen etliche Seiten auf den Zug auf, die kaum Fakten checken und alles 1:1 weitergeben, wie sie es von anderen vorgebetet bekommen. Und dann bleibt die Richtigstellung von solchem Quark an der Stadia-Community hängen, die eigentlich viel lieber auf Stadia zocken würde als sich mit Bullshit-Artikeln rumzuschlagen. So würde es zum beispielsweise helfen, wenn Google mitteilen würde, welche Features für welchen Zeitraum konkret geplant sind.

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