7. Februar 2023
Zockerpuls - Nintendos Ansatz im Cloud Gaming ist ziemlich Ansatz smart
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Nintendos Ansatz im Cloud Gaming ist ziemlich smart

Cloud Gaming wird ein immer größeres Thema und das Angebot wächst und wächst, wobei jeder Dienst eine andere Strategie fährt. Zunächst hätten wir PlayStation NOW, das Cloud Gaming im Schwerpunkt dafür benutzt, um Spiele älterer PlayStation-Generationen auf aktuellen Konsolen spielbar zu machen. Darüberhinaus gibt es aber auch eine halbwegs aktuelle Auswahl an wechselnden PlayStation 4 Spielen zum Streamen und Downloaden.

Die Beta-Version von Project xCloud hingegen ist derzeit als Zusatz-Option an den Xbox Game Pass Ultimate gekoppelt und nicht solo als Dienst buchbar. Es kann natürlich sein, dass Xbox die Cloud Funktion irgendwann einzeln anbietet, aber bisher scheint dieses Feature einfach als Anreiz mehr Game Pass Abos zu dienen und auch mehr auf Masse zu gehen, dann die streambaren Spiele im Katalog immer mehr werden

Google Stadia wiederum setzt auf eine völlig andere Strategie als PlayStation Now und Xbox Game Pass. So versucht Google nämlich nicht nur Geld durch Pro Abos zu erzielen, sondern auch unabhängig vom wechselnden Pro Katalog für Käufe von Spielen innerhalb von Google Stadia zu sorgen. Man kauft also für den vollen Funktionsumfang zusätzlich zur Pro Mitgliedschaft einzelne Spiele. Im Gegensatz zu Sony und Microsoft gibt es aber bei Google Stadia keine eigene Konsole auf der die Spiele auch lokal laufen könnten, sondern alles ist reines Streaming. Ebenso wie beim noch nicht gestarteten Cloud Gaming-Dienst Amazon Luna. Und genau da unterscheiden sich Nintendo von der Konkurrenz.

Nintendo setzt auf Cloud Edition-Games

So bietet Nintendo im Gegensatz zu Google Stadia und Amazon Luna mit der Nintendo Switch eine Konsole, die durchaus in der Lage ist komplexe Spiele lokal abzuspielen. Beispielsweise das Port von The Witcher III oder auch Zelda: Breath of the Wild läuft wunderbar. Dennoch ist es für viele Entwickler nicht so einfach ihre Spiele an die Hardware-Beschränkungen der Nintendo Switch ohne Performance-Einbußen anzupassen und da könnte Cloud Gaming interessant werden, wie man jüngsten Beispiel von „Control“ sogar inklusive Raytracing sehen konnte.

So kann man sich inzwischen über den Nintendo eShop Control als Cloud Version auf die Nintendo Switch laden und sogar kostenlos für 10 Minuten anspielen, was ideal ist um zu testen, ob die heimische Internetverbindung dafür genügt. Bei Gefallen kann man dann die Ultimate Edition kaufen und das Spiel unbegrenzt streamen. Dieses Konzept würde sich auch in Zukunft für andere aufwändige Spielen anbieten. Beispielsweise wäre es denkbar ein Spiel wie Cyberpunk 2077, das niemals nativ auf der Nintendo Switch laufen würde als Cloud Version anzubieten.

Einzelne Spiele als Cloud Version anstelle von einem weiteren Abo

Dazu kommt noch, dass es einer menge Überzeugungsarbeit bedürfen würde, um interessierte Gamer dazu zu bewegen neben PlayStation Plus, PlayStation Now, einem Xbox Game Pass oder Nintendo Switch Online noch ein weiteres Abo für einen Streaming-Dienst zu bezahlen. In diesem Sinne ist es eine deutlich bessere Strategie einzelne Spiele wie zum Beispiel Control oder Hitman 3 im Nintendo Shop als Cloud Version anzubieten.

Insbesondere die Funktion 10 Minuten kostenlos zu testen, senkt dabei die Hemmschwelle und könnte generell die Akzeptanz gegenüber Cloud Gaming steigern. Auch halten wir es für einen schlauen Schachzug für die Nutzung von Cloud Versionen keine Mitgliedschaft bei Nintendo Switch Online vorauszusetzen.

Ein weiterer Punkt ist auch, dass durch die selektive Umsetzung von Cloud Versionen die Lebensdauer der Nintendo Switch deutlich verlängert werden könnte, da die verbaute Hardware durch Cloud Gaming immer bedeutungsloser wird. Auch begrenzter Speicherplatz ist damit ein Problem der Vergangenheit.

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