6. Februar 2023
Zockerpuls - Das sollten Nutzer beachten, wenn Stadia nach dem Sommer geschlossen wird
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Das sollten Nutzer beachten, wenn Stadia zum Ende des Sommers geschlossen wird

Schon gehört? Stadia wird geschlossen! Und das sogar noch zum Ende des Sommers! Das behaupten zumindest irgendwelche anonymen Trolle, die keinerlei Belege für ihre Aussagen haben und bekanntermaßen gezielt Stadia bashen, aber wer braucht schon Fakten für seine peinliche Berichterstattung, wenn man ohnehin kein Gewissen hat? Etliche Pseudo-Gaming-Journalisten tragen den Unsinn dann auch noch ungeprüft oder schlimmer noch teils sogar wissentlich weiter, obwohl seriöse Seiten wie 9to5Google dieses lächerliche Fake schon längst debunked haben und auch Google selbst schon ironisch darauf reagiert hat. Davon ungeachtet springt der Bodensatz der deutsche Gaming-Medien mit etwas zeitlichem Verzug ebenfalls auf diesen Zug, denn seien wir doch mal ganz ehrlich: Solche Schreckensmeldungen erzielen leider gute Klicks, auch wenn sie einfach nicht wahr sind.

Ganz neu in dieser Bullshit wohlgemerkt nicht, da ja Stadia quasi schon seit seinem Launch entgegen jeglicher Tatsachen wiederholt für tot erklärt wurde. Wir erinnern insbesondere an die unrühmliche Berichterstattung über das vermeintliche Ende von Stadia als das Entwicklerstudio Stadia Games & Entertainment geschlossen wurde.

Neu hingegen ist, dass ein konkreter Zeitrahmen für das vermeintliche Ende von Stadia gedroppt wurde, was uns zu der Frage führt, wie dumm oder auch billig sich man wohl vorkommen muss, wenn der Sommer vorbei ist und Stadia einfach immer noch existiert.

Ist alles rosig bei Stadia? Das wohl nicht. Selbst bei uns als eingefleischten Stadia-Fans bleibt der Dienst insbesondere in diesem Jahr hinter den Erwartungen zurück. Dabei ist aber gar nicht das Gaming-Erlebnis an sich gemeint, denn das ist bei Stadia nach wie vor unschlagbar und wird sogar immer besser. Problematisch ist viel mehr das Tempo und das Kaliber der Spieleveröffentlichungen, was aber keine Basis ist, um eine Schließung des Dienstes zu prognostizieren.

Hat Google die Gewichtung beim Umgang mit Stadia verlagert? Absolut, was sich beispielsweise in der Intensivierung von Immersive Streams for Games zeigt, aber insbesondere die Expansionspläne für Mexiko in diesem Jahr sprechen eine klare Sprache. Stadia wird nicht geschlossen. Stadia wächst. Viellicht nicht ganz so schnell wie man es sich wünschen würde, aber Stadia lebt. Weswegen es seitens Google auf direkte Fragen logischerweise auch heißt:

Auch reicht es in die Stadia-bezogenen Stellenanzeigen zu blicken, denn warum sollte man überhaupt noch Personal für Stadia rekrutieren, wenn man innerhalb der nächsten 3 Monate den Stecker ziehen wollen würde?

Dazu kommen auch bereits offiziell angekündigte und inzwischen vorbestellbare Spiele wie FIFA 23 oder Skull and Bones mit Releaseterminen im Herbst. Also erst nach der vermeintlichen Schließung von Stadia.

Kurzum: Wer ernsthaft das baldige Ende von Stadia verkündet, sollte besser einen handfesten Beweis erbringen. Zumindest wenn jemand einen Funken journalistische Integrität besitzt. Alles andere ist spekulativer Bullshit. Und keine Sorge! Sollte es tatsächlich dazu kommen, wären wir sicherlich auch mit bei den Ersten, die darüber berichten würden.

Damit dieser Artikel übrigens seiner Überschrift gerecht wird:

Stadia-Nutzer müssen rein gar nichts beachten, da der Dienst nicht im Sommer geschlossen wird. Zumindest gibt es derzeit keinerlei Anzeichen dafür. Falls sich jemand aber dennoch grundsätzlich dafür interessiert, wie in Zeiten von digitalen Lizenzen das Besitzrecht an gekauften Spielen einzuordnen ist, können wir empfehlen diesen Kommentar zu lesen.

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